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Wege aus der Krise

Schweizer Banker haben einen neuen Weg gefunden, um mit der Finanzkrise umzugehen. Boni – das war gestern. Heute verkauft man die Kundendatei des Arbeitgebers an fremde Mächte. Zum Beispiel an den deutschen Staat. Kaum hat Nordrhein-Westfalen beschlossen, die Daten von 1.500 möglicherweise dubiosen Bankkunden zu kaufen, legt ein weiterer Informant nach: 2.000 Datensätze bietet er der Finanzverwaltung Baden-Württemberg an. Man rechnet mit weiteren Angeboten. Einigen Regierungsbeamten versaut das nun das Wochenende: Auf zum Crash-Kurs “Konspiratives Verhalten”! Außerdem werden sie prüfen müssen, ob sie die Daten überhaupt kaufen dürfen. Dürfen sie? Das nordrhein-westfälische Finanzministerium sagt “ja”. Ich ebenfalls – bei Telemedicus.

Auch die Informanten grübeln nun: Was tun mit all dem Geld? Versteuern geht ja nicht, das kriegt der Staatsanwalt mit. Besser also, man legt es heimlich irgendwo an. Was soll dabei schon schiefgehen?

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