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James Bond 007: Essential Wisdom

Liebe James-Bond-Drehbuchschreiber! Folgendes Exposé gebe ich unentgeltlich ab:

Der charismatische Freigeist Blofeld (Gary Oldman) taucht in unregelmäßigen Abständen in der Presse auf, weil er geheime Informationen veröffentlicht, die ihm Zuträger zugespielt haben. Aufsehen erregen vor allem Dokumente der US-Streitkräfte über Aktionen im Irak und die Veröffentlichung geheimer Auslandsdienst-Depeschen der US-Botschaften. Blofeld sieht sich anfangs noch als Idealist, der die Freiheit jeglicher Informationen erreichen will. Seine zunehmende Macht und sein exzentrischer Lebenswandel verschaffen ihm eine Menge Feinde.  So sieht er sich u.a. Vergewaltigungsvorwürfen ausgesetzt. Als Blofeld sich zunehmend isoliert fühlt und enge Mitstreiter ihn verlassen, kehrt er Schritt für Schritt seinen anfänglichen Idealen den Rücken und verschreibt sich einem immer bedingungsloseren Kampf um Macht über die Mächtigen der Welt. Als ihm Interna einer Bank zugespielt werden und diese Bank ihm 250 Millionen Dollar für deren weitere Geheimhaltung anbietet, nutzt er die Chance: Er nimmt das Geld und baut davon eine geheime Festung in Ecuador, wo ihm bedingungsloses Asyl angeboten wird. Von dort aus widmet er sich gemeinsam mit einigen Anhängern (“Jüngern”) und etlichen bezahlten Experten der Informationsbeschaffung. Als es ihm gelingt, brisantes Filmmaterial über den Thronfolger des britischen Königshauses zu beschaffen, wird der MI6 eingeschaltet.

James Bond (“Die Zukunft der Krone steht auf dem Spiel, Bond”) begibt sich auf die Spuren Blofelds. Zunächst macht er Blofelds Freundin (Megan Fox) ausfindig, mit der er ein Verhältnis anfängt, deren genaue Rolle aber zunächst undurchsichtig bleibt. Sie gibt ihm – scheinbar versehentlich – den Hinweis, dass Blofeld eine Tarnfirma in Oslo unterhalte, die Kontakte zu den zahlreichen Informanten aufrecht erhält. Die Tarnfirma entpuppt sich allerdings als Falle: James Bond wird überwältigt und nach Ecuador verschleppt. Dort aber (“ich bin kein Killer, Mister Bond”) setzt Blofeld ihn nach einigen Machtdemonstrationen (“Mein Computer, meine Frau, mein Boot”) wieder auf freien Fuß, verabreicht ihm allerdings eine Droge, die ihn das Gesehene vergessen macht.

In den darauffolgenden 45 Minuten versucht Bond sich zu erinnern, wohin Blofeld ihn verschleppt hatte. Dazu gibt es Verfolgungsjagden, Schießereien und Explosionen in Kinshasa, Ottawa, Tokio und in Ladakh/Indien. In der Zwischenzeit beginnt Blofeld von Ecuador aus, die Regierungen der Welt mit korrumpierenden Informationen zu erpressen. Dadurch gelingt es ihm, eigene Mitarbeiter in hohe Ämter einzuschleusen. Bond wird vom Fall abgezogen, schöpft aber den Verdacht, dass Blofeld dahintersteckt, und ermittelt auf eigene Faust weiter. Es gelingt ihm, sich – als Personal verkleidet – auf Blofelds Yacht einzuschmuggeln, und folgt ihm von dort aus bis nach Ecuador. Dort folgt die gepflegte Schlussschießerei, bei der Bond vor das Dilemma gestellt wird, auf Unbewaffnete zu schießen, die Blofeld so sehr hörig sind, dass er sie als “lebende Schutzschilde” benutzt. Er schießt ohne Zögern. Bond findet Blofeld, wirft ihn in den Serverkühlraum und dreht den Temperaturregler ganz herunter. Blofeld endet als Eisblock. Bond nimmt einen Stapel Datenträger aus der kollabierenden Festung mit, wirft sie aber in der letzten Szene aus dem Zugfenster. Die letzte Einstellung zeigt einen costaricanischen Bauern, der die Datenträger aufhebt und an seine Hütte nagelt. Abspann.

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