<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Juratainment</title>
	<atom:link href="http://www.juratainment.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.juratainment.com</link>
	<description>Punkt, Punkt, Paragraf</description>
	<lastBuildDate>Mon, 01 Aug 2011 20:30:08 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Die &#8220;Jumbo Coin&#8221;-Option</title>
		<link>http://www.juratainment.com/die-jumbo-coin-option/</link>
		<comments>http://www.juratainment.com/die-jumbo-coin-option/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 20:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.juratainment.com/?p=240</guid>
		<description><![CDATA[Bis es hier endlich weitergeht (so jedenfalls der feste Vorsatz!) ein wenig Fremd-Juratainment. Jack Balkin hat aus dem Problem, wie Obama um die Schuldengrenze herumkommt, eine kleine Räuberpistole gebastelt:
&#8220;That&#8217;s a big F&#8217;ing deal.&#8221; Biden laughed.
&#8220;You said, it, Mr. Vice-President,&#8221; Obama chuckled.
(via)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis es hier endlich weitergeht (so jedenfalls der feste Vorsatz!) ein wenig Fremd-Juratainment. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jack_Balkin">Jack Balkin</a> hat aus dem Problem, wie Obama um die Schuldengrenze herumkommt, eine kleine <a href="http://balkin.blogspot.com/2011/07/obamas-top-secret-plan-to-solve-debt.html">Räuberpistole</a> gebastelt:</p>
<blockquote><p>&#8220;That&#8217;s a big F&#8217;ing deal.&#8221; Biden laughed.<br />
&#8220;You said, it, Mr. Vice-President,&#8221; Obama chuckled.</p></blockquote>
<p>(<a href="http://verfassungsblog.de/verfassungsparanoia/">via</a>)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.juratainment.com/die-jumbo-coin-option/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neues Asterix-Team</title>
		<link>http://www.juratainment.com/neues-asterix-team/</link>
		<comments>http://www.juratainment.com/neues-asterix-team/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 21:42:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.juratainment.com/?p=235</guid>
		<description><![CDATA[SPIEGEL Online meldet, dass Albert Uderzo sich zurückzieht und ein neues Team neue Asterix-Folgen zeichnen wird. Seit ich das gelesen habe, schwanke ich zwischen Hoffnung und Bange.
Eine meiner Lieblings-Simpsons-Folgen ist Die wilden 90&#8242;er aus dem Jahr 2008. Mit dieser Folge verschob man Homers Jugend um zwanzig Jahre nach vorne, aus den 70ern in die 90er. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SPIEGEL Online <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,776748,00.html" target="_blank">meldet</a>, dass Albert Uderzo sich zurückzieht und ein neues Team neue Asterix-Folgen zeichnen wird. Seit ich das gelesen habe, schwanke ich zwischen Hoffnung und Bange.</p>
<p>Eine meiner Lieblings-Simpsons-Folgen ist <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/That_%2790s_Show" target="_blank">Die wilden 90&#8242;er</a></em> aus dem Jahr 2008. Mit dieser Folge verschob man Homers Jugend um zwanzig Jahre nach vorne, aus den 70ern in die 90er. Statt der bekannten Provinzstoffel-Jugend unter Hippies dichtete man Homer nun eine respektable Grunge-Rock-Karriere an. Auf Widersprüche zu den früheren Folgen nahm man dabei keine Rücksicht, insbesondere nicht auf <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Homerpalooza" target="_blank">Homerpalooza</a></em>. Zum Glück! Damit zog man die seit 20 Jahren alterslosen Simpsons beherzt in die Gegenwart.</p>
<p>Und nun zu Asterix. Wenn ich mir als altgedienter Fan etwas wünschen darf, liebe Uderzo-Nachfolger, dann das: Probiert was Neues aus! Es muss nicht gleich perfekt werden, keiner erwartet von euch ein zweites &#8220;Asterix bei den Briten&#8221;. Es genügt, wenn ihr den Unfug der letzten 20 Jahre vergessen macht. Blickt nach vorn, entwickelt die Figuren weiter! Stellt das Gallische Dorf auf den Kopf, experimentiert mit anderen Zeichenstilen, streicht mindestens Miraculix und Troubadix und bitte, bitte, verjagt jeden vom Tisch, der die verhängnisvolle Frage stellt: &#8220;Wohin können wir die beiden denn diesmal schicken?&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.juratainment.com/neues-asterix-team/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>E Pluribus Meum</title>
		<link>http://www.juratainment.com/e-pluribus-meum/</link>
		<comments>http://www.juratainment.com/e-pluribus-meum/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 07:08:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.juratainment.com/?p=216</guid>
		<description><![CDATA[Der beliebteste Politiker Deutschlands ist beim Abschreiben erwischt worden. Etliche Passagen seiner Doktorarbeit stammen offensichtlich aus älteren Veröffentlichungen &#8211; man hat bereits aufgehört zu zählen. Der Ertappte hat den Vorwurf zurückgewiesen (&#8220;Die Anfertigung dieser Arbeit war meine eigene Leistung&#8221;), sein Doktorvater hat ihn verteidigt (&#8220;Diese Arbeit ist kein Plagiat&#8221;). Andere verlangen den Widerruf des Doktortitels. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der beliebteste Politiker Deutschlands ist beim Abschreiben erwischt worden. Etliche Passagen seiner Doktorarbeit stammen offensichtlich aus älteren Veröffentlichungen &#8211; man hat bereits <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,746016,00.html" target="_blank">aufgehört zu zählen</a>. Der Ertappte hat <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,745919,00.html" target="_blank">den Vorwurf zurückgewiesen</a> (&#8220;Die Anfertigung dieser Arbeit war meine eigene Leistung&#8221;), sein Doktorvater hat ihn <a href="http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.schwere-vorwuerfe-guttenberg:-hat-er-seine-doktorarbeit-abgeschrieben.fbf28ca8-3e4f-4b97-b41d-24b4c1ed3cb0.html" target="_blank">verteidigt</a> (&#8220;Diese Arbeit ist kein Plagiat&#8221;). Andere verlangen den <a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E5FA8F89C1CD846C79A190D26C8EAA7D5~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Widerruf des Doktortitels</a>. Angela Merkel macht unterdessen, was sie immer macht: <a href="http://www.zeit.de/news-022011/16/iptc-bdt-20110216-466-28761310xml" target="_blank">Abwarten</a>.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-227 alignnone" style="border: 0pt none;" title="gutt." src="http://www.juratainment.com/wp-content/uploads/2011/02/gutt.2.jpg" alt="" width="427" height="185" /><br />
Einleitung der Dissertation von zu Guttenberg (Ausriss: FAZ.net)</p>
<p><img class="size-full wp-image-217 alignnone" style="border: 0pt none;" title="FAZ" src="http://www.juratainment.com/wp-content/uploads/2011/02/faz_gutt.jpg" alt="" width="361" height="156" /></p>
<p style="text-align: center;">F.A.Z. vom 27.11.1997 (Ausriss: FAZ.net)</p>
<p>Währenddessen laufen die Medien zu Hochform auf. Google News zählt über 1.400 Artikel zum Thema, die <a href="http://www.sueddeutsche.de/app/subchannel/politik/guttenberg/" target="_blank">Süddeutsche Zeitung</a> und <a href="http://www.spiegel.de/flash/0,,25296,00.html" target="_blank">SPIEGEL Online</a> basteln hübsche Flash-Animationen, und für ein paar <a href="http://www.welt.de/debatte/kolumnen/zippert_zappt/article12566706/Ist-Guttenbergs-Adelstitel-ueberhaupt-echt.html" target="_blank">schale</a> <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/und-jetzt-django-asuel-lade-dir-deinen-titel-runter-1654803.html" target="_blank">Witzchen</a> ist auch noch Platz.</p>
<p>Plagiat-Skandale sind ein wunderbares Thema. Eine öffentliche Person stolpert, und nun wollen alle sehen, ob sie stürzt. Das kann Tage dauern, Wochen sogar, in denen es viel zu berichten gibt: Von wem hat der Betroffene außerdem noch abgeschrieben? Wie unterstützen ihn seine Freunde? Welche Konsequenzen fordern seine Gegner? Was sagen die &#8220;Experten&#8221; zur Lage?  Und während das wohlige Schauern des Zuschauers bei Fremdgeh-Geschichten und anderen Privatdingen immer einem pflichtschuldigen Naserümpfen Platz lassen muss, lässt sich ein Plagiat-Skandal ungetrübt genießen. Es geht ja schließlich auch um die berufliche Zuverlässigkeit. Bei zu Guttenberg kommt die Fallhöhe hinzu: Ausgerechnet <em>der</em>! Die Zukunftshoffnung der deutschen Politik! Wenn <em>der </em>schon abgeschrieben hat, was haben dann die anderen gemacht?</p>
<p>Und genau darauf wartet die Öffentlichkeit jetzt: Auf weitere Skandale, auf weitere Sünder. &#8220;Schafft mehr Dissertationen heran!&#8221;, schallt es durch die Räume der Redaktionen. Den Volontären und Redaktionsassistenten in Deutschland stehen ein paar sehr mühsame Tage bevor.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.juratainment.com/e-pluribus-meum/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>James Bond 007: Essential Wisdom</title>
		<link>http://www.juratainment.com/james-bond-007-essential-wisdom/</link>
		<comments>http://www.juratainment.com/james-bond-007-essential-wisdom/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 12:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.juratainment.com/?p=209</guid>
		<description><![CDATA[Liebe James-Bond-Drehbuchschreiber! Folgendes Exposé gebe ich unentgeltlich ab:
Der charismatische Freigeist Blofeld (Gary Oldman) taucht in unregelmäßigen Abständen in der Presse auf, weil er geheime Informationen veröffentlicht, die ihm Zuträger zugespielt haben. Aufsehen erregen vor allem Dokumente der US-Streitkräfte über Aktionen im Irak und die Veröffentlichung geheimer Auslandsdienst-Depeschen der US-Botschaften. Blofeld sieht sich anfangs noch als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe James-Bond-Drehbuchschreiber! Folgendes Exposé gebe ich unentgeltlich ab:</p>
<p>Der charismatische Freigeist Blofeld (Gary Oldman) taucht in unregelmäßigen Abständen in der Presse auf, weil er geheime Informationen veröffentlicht, die ihm Zuträger zugespielt haben. Aufsehen erregen vor allem Dokumente der US-Streitkräfte über Aktionen im Irak und die Veröffentlichung geheimer Auslandsdienst-Depeschen der US-Botschaften. Blofeld sieht sich anfangs noch als Idealist, der die Freiheit jeglicher Informationen erreichen will. Seine zunehmende Macht und sein exzentrischer Lebenswandel verschaffen ihm eine Menge Feinde.  So sieht er sich u.a. Vergewaltigungsvorwürfen ausgesetzt. Als Blofeld sich zunehmend isoliert fühlt und enge Mitstreiter ihn verlassen, kehrt er Schritt für Schritt seinen anfänglichen Idealen den Rücken und verschreibt sich einem immer bedingungsloseren Kampf um Macht über die Mächtigen der Welt. Als ihm Interna einer Bank zugespielt werden und diese Bank ihm 250 Millionen Dollar für deren weitere Geheimhaltung anbietet, nutzt er die Chance: Er nimmt das Geld und baut davon eine geheime Festung in Ecuador, wo ihm bedingungsloses Asyl angeboten wird. Von dort aus widmet er sich gemeinsam mit einigen Anhängern (&#8220;Jüngern&#8221;) und etlichen bezahlten Experten der Informationsbeschaffung. Als es ihm gelingt, brisantes Filmmaterial über den Thronfolger des britischen Königshauses zu beschaffen, wird der MI6 eingeschaltet.</p>
<p>James Bond (&#8220;Die Zukunft der Krone steht auf dem Spiel, Bond&#8221;) begibt sich auf die Spuren Blofelds. Zunächst macht er Blofelds Freundin (Megan Fox) ausfindig, mit der er ein Verhältnis anfängt, deren genaue Rolle aber zunächst undurchsichtig bleibt. Sie gibt ihm &#8211; scheinbar versehentlich &#8211; den Hinweis, dass Blofeld eine Tarnfirma in Oslo unterhalte, die Kontakte zu den zahlreichen Informanten aufrecht erhält. Die Tarnfirma entpuppt sich allerdings als Falle: James Bond wird überwältigt und nach Ecuador verschleppt. Dort aber (&#8220;ich bin kein Killer, Mister Bond&#8221;) setzt Blofeld ihn nach einigen Machtdemonstrationen (&#8220;Mein Computer, meine Frau, mein Boot&#8221;) wieder auf freien Fuß, verabreicht ihm allerdings eine Droge, die ihn das Gesehene vergessen macht.</p>
<p>In den darauffolgenden 45 Minuten versucht Bond sich zu erinnern, wohin Blofeld ihn verschleppt hatte. Dazu gibt es Verfolgungsjagden, Schießereien und Explosionen in Kinshasa, Ottawa, Tokio und in Ladakh/Indien. In der Zwischenzeit beginnt Blofeld von Ecuador aus, die Regierungen der Welt mit korrumpierenden Informationen zu erpressen. Dadurch gelingt es ihm, eigene Mitarbeiter in hohe Ämter einzuschleusen. Bond wird vom Fall abgezogen, schöpft aber den Verdacht, dass Blofeld dahintersteckt, und ermittelt auf eigene Faust weiter. Es gelingt ihm, sich &#8211; als Personal verkleidet &#8211; auf Blofelds Yacht einzuschmuggeln, und folgt ihm von dort aus bis nach Ecuador. Dort folgt die gepflegte Schlussschießerei, bei der Bond vor das Dilemma gestellt wird, auf Unbewaffnete zu schießen, die Blofeld so sehr hörig sind, dass er sie als &#8220;lebende Schutzschilde&#8221; benutzt. Er schießt ohne Zögern. Bond findet Blofeld, wirft ihn in den Serverkühlraum und dreht den Temperaturregler ganz herunter. Blofeld endet als Eisblock. Bond nimmt einen Stapel Datenträger aus der kollabierenden Festung mit, wirft sie aber in der letzten Szene aus dem Zugfenster. Die letzte Einstellung zeigt einen costaricanischen Bauern, der die Datenträger aufhebt und an seine Hütte nagelt. Abspann.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.juratainment.com/james-bond-007-essential-wisdom/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>En attendant Elmùt Côl</title>
		<link>http://www.juratainment.com/en-attendant-elmut-col/</link>
		<comments>http://www.juratainment.com/en-attendant-elmut-col/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 18:56:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.juratainment.com/?p=204</guid>
		<description><![CDATA[Freitagnachmittag auf der Buchmesse. Seit 30 Minuten steht Kai Diekmann auf Warteposten vor Halle 3, es wird also jemand Wichtiges erwartet. Wer ist es? Die Security hält sich bedeckt: „Das möchten wir nicht sagen“. Von den Umstehenden erfährt man mehr: „Helmut Kohl“. Wissendes Nicken, weitere Worte nicht nötig.
Kai Diekmann, in echt sieht er noch gegelter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freitagnachmittag auf der Buchmesse. Seit 30 Minuten steht Kai Diekmann auf Warteposten vor Halle 3, es wird also jemand Wichtiges erwartet. Wer ist es? Die Security hält sich bedeckt: „Das möchten wir nicht sagen“. Von den Umstehenden erfährt man mehr: „Helmut Kohl“. Wissendes Nicken, weitere Worte nicht nötig.</p>
<p>Kai Diekmann, in echt sieht er noch gegelter aus als auf Fotos, ist mittlerweile ungeduldig geworden. Eben noch hat er Smalltalks geführt, fröhlich gelächelt und elegant gestikuliert. Nun ist die Vorfreude aus seinem Gesicht gewichen, genervt wippt er auf und ab, die Hände in den Hosentaschen. Immer mehr Schaulustige kommen hinzu und erfahren von den Umstehenden, was es zu schauen gibt. Ein Hornbrillenträger posaunt in sein Handy: „Hier stehen lauter kleine Kanzler und warten artig auf ihren Helmut!“ Die kleinen Kanzler ignorieren ihn angestrengt.  Ein paar hundert Meter entfernt verkauft die „Titanic“ unverdrossen ihre uralten <a href="http://www.titanic-magazin.de/postkarten.html?&amp;card=1966&amp;cHash=b751d8089b14f13f45463a7fbeb2d376" target="_blank">Kohlwitz-Poster</a>.</p>
<p>Da endlich! Diekmann unterdrückt Erleichterung: Ein silberner Geländewagen mit Ludwigshafener Kennzeichen fährt vor. Doch er bleibt nicht bei Diekmann stehen, er fährt zwanzig Meter weiter. Diekmann trägt&#8217;s mit Fassung und tut so, als sei er gar nicht beteiligt. Wäre er eine Katze, er würde sich jetzt hinter den Ohren kratzen. Dazu hätte er sogar Zeit: Der Altkanzler springt nicht einfach aus dem Auto, der Altkanzler braucht einen Rollstuhl. Minutenlang umringt die Menge, die sich inzwischen gebildet hat, das Auto und schaut beim Aussteigen zu. Dann ist es so weit, der Altkanzler bewegt sich vorwärts, Diekmann ist jetzt natürlich bei ihm, er redet auf ihn ein, Kohl lächelt zurück, die Menge zückt schweigend ihre Handys, ihre Kameras, kein Applaus, keine „Helmut, Helmut“-Rufe, nicht mal Eier werden geworfen, und dann sind sie auch schon drinnen.</p>
<p><a href="http://www.juratainment.com/wp-content/uploads/2010/10/IMG_4701.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-205" title="buchmesse_kohl" src="http://www.juratainment.com/wp-content/uploads/2010/10/IMG_4701-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.juratainment.com/en-attendant-elmut-col/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Direktwahl des Bundespräsidenten?</title>
		<link>http://www.juratainment.com/direktwahl-des-bundesprasidenten/</link>
		<comments>http://www.juratainment.com/direktwahl-des-bundesprasidenten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 08:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.juratainment.com/?p=194</guid>
		<description><![CDATA[Aus der Sicht der Bevölkerungsmehrheit hat gestern der falsche Kandidat die Bundespräsidentenwahl gewonnen: Der Kandidat der Parteiendemokratie nämlich, der Kandidat der politischen Hinterzimmer, der Kandidat der kaputten Koalition. Verloren hat der Kandidat der Herzen. So ist es kein Wunder, dass die Rufe nach einer Direktwahl des Bundespräsidenten nicht abreißen wollen: Warum dürfen wir uns unser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus der Sicht der Bevölkerungsmehrheit hat gestern der falsche Kandidat die Bundespräsidentenwahl gewonnen: Der Kandidat der Parteiendemokratie nämlich, der Kandidat der politischen Hinterzimmer, der Kandidat der kaputten Koalition. Verloren hat der Kandidat der Herzen. So ist es kein Wunder, dass die Rufe nach einer Direktwahl des Bundespräsidenten nicht abreißen wollen: Warum dürfen wir uns unser Staatsoberhaupt nicht selber aussuchen?</p>
<p>Hierfür gibt es eine ganze Reihe guter Gründe.<span id="more-194"></span> Zunächst der verfassungspolitische Einwand: Der Bundespräsident soll über den Dingen stehen und gerade nicht in einem Wahlkampf aufgerieben werden. Er hat eine <a href="http://www.buchstaben-in-bewegung.de/index.php?/archives/1043-Finde-die-Fehler.html" target="_blank">Integrationsfunktion</a>, die bei einer Volkswahl litte: Der erfolgreiche Kandidat hätte Schwierigkeiten, die Wähler seines Gegners für sich einzunehmen. Wulffs Wahl, politisiert wie noch keine Präsidentenwahl zuvor, ist womöglich ein Vorgeschmack: Die Reaktionen auf seine ersten Wochen im Amt werden zeigen, wie heikel es ist, wenn der Präsident größere Teile des Volkes gegen sich hat. Macht er einen Fehler, wird es heißen: &#8220;Gauck hätte&#8230;&#8221;</p>
<p>Eine Direktwahl wäre auch kaum geeignet, den &#8220;allmächtigen Parteienstaat&#8221; zurückzudrängen. Eine Direktwahl  braucht Wahlkampf, und den können in Deutschland die Parteien am besten: Sie haben die meiste Erfahrung und viele ehrenamtliche Helfer. Die werden nicht  nur für das Plakatekleben benötigt: Auch ein Wahlkampf im Netz braucht Menschen,  die Webseiten erstellen und Antwortmails schreiben, Communities pflegen  und Chats moderieren.</p>
<p>Überhaupt, der Wahlkampf wäre ein Problem: Mit welchen Zielen sollten die Kandidaten antreten? Der Bundespräsident repräsentiert, sonst macht er wenig. Seine Entscheidungen betreffen die Bürger nicht, die Politik machen andere. Was sollte man auf die Wahlplakate schreiben, worüber sollten sich die Kandidaten in einer TV-Diskussion streiten? Das Volk wäre ratlos: Sollte man lieber den wählen, der &#8220;offen&#8221; sein will, &#8220;und notfalls unbequem&#8221; (Köhler), oder lieber den, der fordert, es möge &#8220;ein Ruck durch Deutschland&#8221; gehen (Herzog)? Wie langweilig! Da bleibt man doch lieber zu Hause, vor allem, wenn das Beliebtheitsgefälle zwischen den Kandidaten geringer ist als nun zwischen Wulff und Gauck &#8211; und das wäre es wohl, denn niemand mit Verstand hätte Wulff als Direktwahlkandidaten vorgeschlagen. Eine geringe Wahlbeteiligung aber würde die Legitimation des gewählten Bundespräsidenten beschädigen. Wer nur von 15% der Deutschen gewählt wurde, hat es nicht leicht, der Präsident aller Bürger zu sein.</p>
<p>Die Kandidaten stünden also vor dem Dilemma, den Wahlkampf spannender zu machen. Sie könnten eigene politische Programme entwerfen (&#8220;Nach meiner Wahl werde ich mich für eine Abschaltung aller Atomkraftwerke einsetzen&#8221;). Sie könnten  versprechen, &#8220;die Politik&#8221; aufzumischen, &#8220;ungerechte&#8221; Gesetze nicht auszufertigen und auf internationaler Bühne endlich einmal &#8220;Klartext&#8221; zu sprechen. Sie fänden damit ihre Wählerschaft. Was sollte ein Mitbewerber auch dagegenhalten? &#8220;Wenn ich gewählt werde, lasse ich die Politiker in Ruhe ihre Arbeit machen&#8221;? Nicht sehr mitreißend. Eine Direktwahl brächte den politischsten Bundespräsidenten hervor, den das Land jemals erlebt hat. Unser Bundespräsident hieße dann nicht Christian Wulff, sondern womöglich Oskar Lafontaine. Oder Norbert Blüm. Oder Peter Gauweiler.</p>
<p>Von einem integrativen Bundespräsidenten wären wir dann weit entfernt. Wir hätten kein Staatsoberhaupt gewählt. Nur einen weiteren Politiker.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.juratainment.com/direktwahl-des-bundesprasidenten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Katzenberge rauf!</title>
		<link>http://www.juratainment.com/katzenberge-rauf/</link>
		<comments>http://www.juratainment.com/katzenberge-rauf/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 13:14:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.juratainment.com/?p=189</guid>
		<description><![CDATA[Die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt neigen sich dem Ende zu, und wer gemeinsam mit mir dazu beitragen möchte, dass Sabrina Janesch mit ihrem wunderbaren Romanauszug &#8220;Katzenberge&#8221; [PDF] (Lesung als Video) den Publikumspreis gewinnt, kann hier bis heute, 20 Uhr, an der Abstimmung teilnehmen:
http://www.3sat.de/bachmann/2010/index_autoren.html
Danke!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt neigen sich dem Ende zu, und wer gemeinsam mit mir dazu beitragen möchte, dass <a href="http://www.sabrinajanesch.de" target="_blank">Sabrina Janesch</a> mit ihrem wunderbaren Romanauszug &#8220;<a href="http://presse.bachmannpreis.eu/dtexte/2010/deutsch/Janesch_d.pdf" target="_blank">Katzenberge</a>&#8221; [PDF] (<a href="mms://apasf.apa.at/nocms-worldwide/kaernten_tddl_2010_janesch_les.wmv" target="_blank">Lesung als Video</a>) den Publikumspreis gewinnt, kann hier bis heute, 20 Uhr, an der Abstimmung teilnehmen:</p>
<p><a href="http://www.3sat.de/bachmann/2010/index_autoren.html" target="_blank">http://www.3sat.de/bachmann/2010/index_autoren.html</a></p>
<p>Danke!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.juratainment.com/katzenberge-rauf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Horst und jetzt?</title>
		<link>http://www.juratainment.com/horst-und-jetzt/</link>
		<comments>http://www.juratainment.com/horst-und-jetzt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 May 2010 16:33:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.juratainment.com/?p=180</guid>
		<description><![CDATA[Horst Köhler ist zurückgetreten. Ab heute hat die Bundesversammlung 30 Tage Zeit, einen neuen Präsidenten zu wählen (Art. 54 Abs. 4 GG), wenn nicht das Grundgesetz noch eilig geändert und Stefan Raab mit der Auswahl betraut wird.
Wer wird Köhler nachfolgen? Jetzt ist es an Merkel, schnell einen Kandidaten zu finden. Sie sollte aufpassen: Die Machtverhältnisse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Horst Köhler ist zurückgetreten. Ab heute hat die Bundesversammlung 30 Tage Zeit, einen neuen Präsidenten zu wählen (<a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_54.html" target="_blank">Art. 54 </a>Abs. 4 GG), wenn nicht das Grundgesetz noch eilig geändert und Stefan Raab mit der Auswahl betraut wird.</p>
<p>Wer wird Köhler nachfolgen?<span id="more-180"></span> Jetzt ist es an Merkel, schnell einen Kandidaten zu finden. Sie sollte aufpassen: Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Mitglieder_der_14._Bundesversammlung_%28Deutschland%29" target="_blank">Machtverhältnisse in der Bundesversammlung</a> sind nicht allzu komfortabel. In der Koalition herrscht immer noch <a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/steuern-union-und-fdp-wieder-im-steuerstreit_aid_514144.html" target="_blank">Unfrieden</a>, und die schwächelnde FDP ist vor allem mit ihrer <a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EC86275B6939543C2BCC548174A49452E~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Selbstzerfleischung</a> beschäftigt. Merkel tut gut daran, einen Konsenskandidaten zu finden, der bei der Koalition punkten und auch bei der SPD ein paar Sympathiestimmen abgreifen kann (Koch fällt also aus). Personaldiskussionen innerhalb der Koalition über die Qualität ihres Kandidaten sollte sie vermeiden, damit nicht noch mehr Zwist entsteht (Koch fällt also aus). Gefährlich wäre auch, wenn der CDU-Kandidat das rot-rot-grüne Lager im Widerstand vereinen würde (Koch fällt also aus). Merkel muss nun machen, was sie am besten kann: Glatte, langweilige Politik, die niemanden aufregt.</p>
<p>Der perfekte Kandidat dafür ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_B%C3%B6hmer" target="_blank">Wolfgang Böhmer</a>.</p>
<p>Böhmer ist der, der nicht verstört. Er ist Professor und trotzdem volksnah, er ist gebildet und kann sich ausdrücken. Seine <a href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_18555-544-1-30.pdf" target="_blank">Reden</a> sind klug, konsensfähig und ein bisschen langweilig, seine Positionen wecken wenig Widerspruch. Niemand müsste sich für ihn genieren, ob in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yad_Vashem" target="_blank">Yad Vashem</a>, im Buckingham Palace oder beim Jahrestreffen der IG Metall-Senioren. Kurzum, er ist &#8220;präsidiabel&#8221;. Sein größter Skandal war die Bemerkung, in Ostdeutschland sei Kindstötung &#8220;für manche ein Mittel der Familienplanung&#8221;. Einem Wessi hätte man das vielleicht nicht verziehen, aber Böhmer ist selbst Ostdeutscher &#8211; und er hat sich für seine Bemerkung entschuldigt. Dabei ist er religiös genug, um nicht im Westen beargwöhnt zu werden. Und er ist keine Frau, was jene beruhigt, die nicht Regierung <em>und</em> Staat in weiblicher Hand wissen wollen.</p>
<p>Von Bundes- und Parteipolitik ist Böhmer weit genug entfernt: Von seiner Nominierung müsste sich niemand übervorteilt fühlen und es entstünde auch nicht der Verdacht, hier lobe die Kanzlerin einen Konkurrenten weg. Anders als bei Schäuble gibt es bei Böhmer keine Spekulationen über seinen Gesundheitszustand &#8211; und alles spricht dafür, dass er noch mindestens fünf Jahre bei Kräften bleibt. Für eine zweite Amtszeit wäre er dann allerdings zu alt &#8211; was wiederum einige ambitionierte CDU-Prinzen und -Prinzessinnen beruhigen dürfte. Und dass Böhmer in Sachsen-Anhalt mit einer großen Koalition regiert, würde die SPD so milde stimmen, dass vielleicht auch von dort ein paar Stimmen abfallen.</p>
<p>Große Überraschungen müsste man von Böhmers Präsidentschaft nicht erwarten &#8211; aber auch keine großen Würfe. Vielleicht sollte man wirklich lieber Stefan Raab beauftragen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.juratainment.com/horst-und-jetzt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Keine Anarchie in Friedewald-Motzfeld</title>
		<link>http://www.juratainment.com/keine-anarchie-in-friedewald-motzfeld/</link>
		<comments>http://www.juratainment.com/keine-anarchie-in-friedewald-motzfeld/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 18:43:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.juratainment.com/?p=175</guid>
		<description><![CDATA[Was &#8211; außer &#8220;dem Internet&#8221; &#8211; kein rechtsfreier Raum ist:

Fußball
Schule
ein Reggaefestival
Nachbarschaft
Taubenzucht
Friedewald-Motzfeld
ein Taxi
die Skipiste
das All

(Quelle: Google)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was &#8211; außer &#8220;dem Internet&#8221; &#8211; <a href="http://www.google.de/search?q=%22ist+kein+rechtsfreier+raum%22+-internet&amp;hl=de" target="_blank">kein rechtsfreier Raum</a> ist:</p>
<ul>
<li>Fußball</li>
<li>Schule</li>
<li>ein Reggaefestival</li>
<li>Nachbarschaft</li>
<li>Taubenzucht</li>
<li>Friedewald-Motzfeld</li>
<li>ein Taxi</li>
<li>die Skipiste</li>
<li>das All</li>
</ul>
<p>(Quelle: <a href="http://www.google.de/search?q=%22ist+kein+rechtsfreier+raum%22+-internet&amp;hl=de" target="_blank">Google</a>)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.juratainment.com/keine-anarchie-in-friedewald-motzfeld/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Reality Check</title>
		<link>http://www.juratainment.com/reality-check/</link>
		<comments>http://www.juratainment.com/reality-check/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 May 2010 06:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Über mich]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.juratainment.com/?p=165</guid>
		<description><![CDATA[Die Uni, ein Elfenbeinturm?
Das bewegendste Schicksal, das mir in viereinhalb Jahren als akademischer Mitarbeiter an der BTU Cottbus begegnet ist, war der Fall der russischen Studentin, die um ein Haar nicht hätte weiterstudieren dürfen, weil sie den obligatorischen Sprachkurs nicht bestanden hatte. Ihr wurde Aufschub gewährt, und am Ende war alles gut. Am meisten aufgeregt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Uni, ein Elfenbeinturm?</p>
<p>Das bewegendste Schicksal, das mir in viereinhalb Jahren als akademischer Mitarbeiter an der BTU Cottbus begegnet ist, war der Fall der russischen Studentin, die um ein Haar nicht hätte weiterstudieren dürfen, weil sie den obligatorischen Sprachkurs nicht bestanden hatte. Ihr wurde Aufschub gewährt, und am Ende war alles gut. Am meisten aufgeregt hat mich der erste entdeckte Pfuschversuch in einer Klausur; den habe ich persönlich genommen. Sonst war nicht viel. Jetzt habe ich einen neuen Job, und alles ist anders.<span id="more-165"></span></p>
<p>Ich arbeite jetzt seit einer Woche bei einem Hauptzollamt; warum, erkläre ich gleich. Dort hospitiere ich in der Vollstreckungsabteilung: Die Hauptzollämter treiben bestimmte öffentlich-rechtliche Geldforderungen ein, u.a. für die Arbeitsagenturen, Krankenkassen, Familienkassen und Berufsgenossenschaften. Die <a href="http://www.zoll.de/d0_zoll_im_einsatz/g0_vollstreckung/d0_massnahmen/index.html" target="_blank">Instrumente</a> sind die üblichen: Sachpfändung, Immobiliarvollstreckung, Forderungspfändung, Abnahme der Eidesstattlichen Versicherung. Die Kundschaft ist bunt gemischt.</p>
<p>Alleine gestern sind mir begegnet: Ein ehemaliger Geschäftsmann mit 7 Millionen Euro Schulden und vier Jahren Knast auf dem Buckel. Eine Hartz-IV-Empfängerin mit gepfändetem Konto, die seit Tagen &#8220;nur von  Wasser und Brot&#8221; lebt und sehr aufgebracht ist: &#8220;Mein Mann ist gestorben, mein Onkel ist tot.  Wollt ihr mich auch noch umbringen?&#8221; Einer, der den Winter auf der Straße verbracht hat, nun in einem Obdachlosenwohnheim lebt, alle Behördenschreiben in einem dicken Knäuel in der Hosentasche mit sich herumträgt und sich beschwert, dass man ihm übel mitspielt, während &#8220;die Kanacken allet hinten rin jesteckt kriegen&#8221;. Es wurde geschrien und gedroht, wir wurden ausgeschimpft und beleidigt. Und das war nur die Kundschaft in den Amtsräumen, nächste Woche geht es in den Außendienst.</p>
<p>Ich gestehe: Das bin ich nicht mehr gewohnt. Der universitäre Rechtswissenschaftler löst seine Probleme, indem er sie, gewissermaßen unter Laborbedingungen, seziert und eingehend analysiert. Am Anfang steht eine Rechtsfrage, am Ende steht ihre Lösung. Nirgendwo steht ein verzweifelter Mensch, mit großem Hunger und mit Wut im Bauch. Erklärt man ihm, man sei nur Vollstreckungsorgan, er solle seine Beschwerden bitte direkt an den Gläubiger richten, kommt man sich vor wie die Karikatur eines Bürokraten: Für Ihre Probleme sind wir nicht zuständig, wir sorgen nur dafür, dass sie wachsen.</p>
<p>Warum ich beim Hauptzollamt bin? Ich bereite mich auf den nächsten Elfenbeinturm vor. Seit Anfang Mai bin ich Dozent an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Münster; im August beginnen meine Vorlesungen für Zollinspektorenanwärter: Allgemeines Steuerrecht und Verfassungsrecht. Der Aufenthalt am Hauptzollamt soll sicherstellen, dass ich die Zollpraxis kenne, denn auch die Studenten absolvieren umfangreiche Praxiszeiten. Einen weltfremden Gelehrten ohne Ahnung vom täglichen Geschäft will man ihnen da nicht zumuten. Ich beginne zu ahnen, warum.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.juratainment.com/reality-check/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

